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Sand und Kies

Wie geht es der Umwelt?

Der Abbau von Rohstoffen im Tagebau geht mit einer unwiderruflichen Zerstörung von Böden und Landschaften einher. Wasserhaushalt und Wasserqualität können dauerhaft beeinträchtigt werden. Durch den Abbau von Rohstoffen kamen 2020 pro Tag etwa 7,7 Hektar (ha) Fläche "unter den Bagger", davon 4,4 ha für Bau- und Industriemineralien, 1,9 ha für Torf und 1,4 ha für Braunkohle.

Inländische Rohstoffentnahme

Nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe wurden 2020 insgesamt 689,88 Millionen Tonnen abiotische Rohstoffe im Tagebau abgebaut. Das sind fossile Energierohstoffe wie Kohle, Baumineralien wie Sande, Kiese oder Steine sowie mineralische Industrierohstoffe wie Salze oder feuerfeste Tone. Statistisch gesehen wird Torf auch zu den abiotischen Rohstoffen gerechnet (siehe Abb. „Inländische Entnahme von Rohstoffen im Tagebau“).

Zwischen den Jahren 1994 und 2009 ging die Masse der im Tagebau entnommenen Rohstoffe um über ein Viertel oder 28,8 % zurück. Seit 2009 verharrt der Abbau von Baumineralien mit kleinen Schwankungen allerdings auf nahezu gleichem Niveau.

Neu in Anspruch genommene Fläche durch Rohstoffabbau im Tagebau

Der Abbau von Rohstoffen im Tagebau ist mit einem unwiderruflichen Eingriff in Landschaften und Böden verbunden. Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes (⁠UBA⁠) auf Basis aktueller Daten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und des Statistischen Bundesamtes wurde 2021 eine Fläche von 2.963 Hektar (ha) neu vom Tagebau in Anspruch genommen (siehe Abb. „Flächenverbrauch durch inländische Entnahme von Rohstoffen im Tagebau!“). Das entspricht einer täglichen Flächenneuinanspruchnahme von rund 8,1 ha oder mehr als 10 Fußballfeldern.

Vom täglichen Flächenverbrauch durch Tagebau entfielen im Jahr 2021 pro Tag rund 4,6 ha auf den Abbau von Bau- und Industriemineralien, 1,9 ha auf den Abbau von Torf und 1,6 ha auf den Abbau von Braunkohle.

Gegenüber 2020 ist die tägliche Flächenneuinanspruchnahme durch Tagebau um rund 0,5 Hektar angestiegen. 1994 betrug der tägliche Flächenverbrauch – also das Ausmaß der täglichen neu hinzukommenden Flächenbeeinträchtigung oder Bodenzerstörung durch den Rohstoffabbau – noch rund 9,3 ha. Seitdem ging der Flächenverbrauch nach Berechnungen des UBA basierend auf Daten der BGR um 12,9 % zurück. Damit fällt der Rückgang bei der jährlichen Flächenneuinanspruchnahme geringer aus, als der Rückgang der Rohstoffentnahme vermuten lässt, denn diese sank im selben Zeitraum um 28,6 %.

Gesamtfläche, die durch Rohstoffabbau belegt ist

Zwischen der Neuinanspruchnahme von Flächen für den Rohstoffabbau und ihrer Aufgabe und Renaturierung oder ⁠Rekultivierung⁠ können Jahre oder Jahrzehnte vergehen. Die Fläche, die aktuell durch den Rohstoffabbau belegt und überformt ist, ist deshalb wesentlich größer als die jährlich neu in Anspruch genommene Fläche. Ausweislich der Flächenstatistik für das Jahr 2021 sind aktuell rund 140.700 ha (1.407 km²) durch Bergbaubetriebe, Steinbruch, Tagebau und Gruben belegt.

Das Logo des Umweltbundesamtes
Darstellung des inländischen Sandabbaues in Deutschland
Flächenverbrauch durch die Rohstoffgewinnung in Deutschland

Quelle: 

Umweltbundesamt, Wörlitzer Platz 1, 06844 Dessau-Roßlau

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