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Das ist geplant:

Ein Investor plant einen Sandnassabbau mitten im Kern des Bauerndorfes Ihorst!

Industrieller Sandabbau

Mitten im Dorf Ihorst, plant ein privater Investor aus dem Landkreis Leer, einen industriellen Nassabbau von Sand auf einer Fläche von ca. 13 Hektar bis zu einer Tiefe von 30 Metern durch den Grundwasserkörper.

Die Maßnahme hat eine beantragte Laufzeit von 30 Jahren und soll ein Volumen von ca. 1.500.000 m3 erreichen, dass entspricht ca. 2.250.000 Tonnen Sand, die über Schwerlast-LKW auf der Ihausener Strasse abgefahren werden. Der Abbau ist in drei Schritten aufgeteilt, als erstes wird die humusreiche Erdschicht auf dem gesamten Areal abgetragen. Im Anschluss wird eine 5.000 m2 große Vertiefung in das Erdreich mittels Löffelbagger gegraben. Im zweiten Schritt, wird die Vertiefung mit Grundwasser gefüllt um einen Schwimmbagger (Saugbagger) in die Vertiefung einzusetzen. In diesem Schritt wird mit dem vorhandenen Grundwasser der Spülvorgang eingeleitet. Laut Hydrologischen Gutachten wird in dieser Phase eine massive Grundwassersenkung von mindestens (rechnerisch) 1,52 Meter zu erwarten sein. Wie lange diese massive Absenkung des Grundwassers bestand haben wird, ist im Gutachten nicht ersichtlich. 

Ammerland Sandabbau in Ihorst bei Westerstede
Ihorst Ammerland Sandabbau Schutzgebiete Westerstede. Risiken für die Natur durch Sandabbau in Ihorst.

Risiken für die Natur!

Die geplante Fläche, auf 13 Hektar zum Sandabbau, liegt unmittelbar zwischen dem Naturschutzgebiet (NSG) "Hollweger Moor" und dem Landschaftsschutzgebiet (LSG) "Große Norderbäke". Beide Gebiete stellen in Ihrer "Einzigartigkeit", die letzte ursprüngliche Ammerländer Kulturlandschaft da. Eine Trockenlegung, des seit 1995 aufwendig mit Landesmittel renaturierten "Hollweger Moores", ist durch die massive Grundwasserentnahme für den Betrieb des Saugbaggers  vorprogrammiert. Das gleiche gilt für das direkt angrenzende Naturschutzgebiet "Große Norderbäke". Mit Ihrer einzigartigen Auen- und Feuchtwiesenlandschaft, ist diese Gebiet die Aufzuchtfläche, für viele geschützte Tiere die auf der roten Liste des Landes Niedersachsen stehen.

Risiko Grundwasser!

Eine große Gefahr für die Qualität des Grundwassers geht von dem Baggerlöchern der Sand- und Kiesindustrie aus. Gerade die Sande und Kiese der Niederungen enthalten ergiebige Grundwasservorräte. Von der Natur abgedeckte und somit geschützte Grundwasserleiter werden freigelegt und der Verschmutzung preisgegeben.

Die Sand- Kiesindustrie legt bei Diskussionen um neue Auskiesungen immer wieder verschiedene „Naturschutzargumente“ vor.

Warum diese nicht ganz stimmig sind, erklären wir Ihnen hier. 

Durch die Auskiesung wird die Grundwasserüberdeckung und somit auch die Schutzfunktion des Bodens beseitigt. Wird ein Baggersee angelegt, können chemische, physikalische und biologische Vorgänge im Seewasser und Sediment kurzfristig den Schutz übernehmen. Die langfristige Sicherheit ist jedoch von der Stabilität dieser Prozesse abhängig. In vielen Baggerseen sind diese Prozesse aber gestört.

Grundwasser, das eine geringe Nitratbelastung aufwies, kann stärker nitratbelastet werden. In Regionen mit Kies- und Sandabbau findet sich teilweise Grundwasser mit höherer Fließgeschwindigkeit und denitrifizierenden Eigenschaften. Der Baggersee „öffnet“ das Grundwasser für äußere Einflüsse. Es wird Sauerstoff eingetragen. Die denitrifizierenden Eigenschaften werden zunichte gemacht. Deswegen kann im Grundwasser, anders als vorher, kein Nitrat mehr abgebaut werden. Besonders bei Grundwasser mit höheren Fließgeschwindigkeiten und höherer Nitratauswaschung kommt es zur Nitratanreicherung.

Der Baggersee durchmischt Grundwasser unterschiedlicher Grundwasserleiter mit unterschiedlicher Beschaffenheit. Kritische Belastungen werden in tiefere Schichten oder umgekehrt in höhere verlagert.

Ihorst Sandabbau Ammerland Westerstede Spülfelder Risiko Grundwasser
Ihorst Stadt Westerstede im Ammerland. Das Dorf Ihorst ist gefährdet durch den Sandabbau

Risiken für Eigentum!

- Sand - Staub - Kies - Rollkies - Fundamente - Risse - Schäden - Wohnqualität - Bonität - Wertverlust - Kreditwürdigkeit - Verkauf -

Wertverlust von Immobilien

Durch eine eventuelle Genehmigung der Maßnahme in nächster Nähe (30 Meter) zu einigen Immobilien, führt zwangsläufig zu einem Wertverlust der direkt am Abbaugebiet liegenden Immobilien. Die drohenden vorstehenden Umwelt-, Lärm- und Gesundheitsbelastungen werden für einen nicht hinnehmbaren Wertverlust dieser Immobilie sorgen. Kreditgeber (Banken / Versicherungen) werden auf Grund dieser Tatsache, die Beleihungsgrenze für die Immobilie senken.

Risiken für unsere Kinder!

Die Hollwegerfelder Straße wird als Schulweg für die Kinder der ortsansässigen Einwohner an der Hollwegerfelder Straße genutzt. Alleine schon diese Tastsache, schließt die Benutzung der Hollwegerfelder Straße durch Schwerlast-LKW aus. Im Kreuzungsbereich der genannten Straßen gibt es aktuell zwei Schulbushaltestellen. Eine Schulbushaltstelle ist direkt im Einmündungsbereich der Kreuzung. Aufgrund der unübersichtlichen Straßenführung, nach einer Kurve auf der Ihauser Straße, sowie dem geplanten Transport mit Schwerlast-LKW aus der Hollwegerfelder Straße, entsteht hier ein Unfallschwerpunkt mit extremem Risiko für die Schulkinder. Bauartbeding haben die Schwerlast-LKW einen erweiterten Abbiegeradius. Dieser wird beim Abbiegen auf die Ihauser Straße in Fahrtrichtung Ihausen, direkt über die Ihausener Straße hinaus auf die gegenüberliegende Schulbushaltestelle treffen. Gleichzeitig wird der gegenüberliegende Fahrradweg im Einmündungsbereich der Eibenstraße im Abbiegeradius der Schwerlast-LKW benutzt. Hier wird bei Genehmigung des An- und Abtransportes über den oben genannten Kreuzungsbereich, ein eklatanter Unfallschwerpunkt geschaffen.

Sandabbau in Ihorst Stadt Westerstede im Ammerland Kinder schützen.
Sandabbau verhindern - Erholung Ihorst Stadt Westerstede im Ammerland

Risiken für den Tourismus! 

Seit 1994 erschließt die 164 km lange Ammerlandroute Radfahrenden die schönsten Höhepunkte der Ammerländer Parklandschaft. Sie führt über verkehrsarme und steigungsfreie Wege, die ein erholsames Fahren in freier Natur ermöglichen.

 

Wenn man die Erlebnisqualitäten der Ammerlandroute auf einen Nenner bringen sollte, wäre der Slogan "Radspaß und Blütenpracht!" treffend. Diesen Ausdruck haben nicht etwa findige Marketingstrategen entworfen, sondern die radelnden Gäste, die ihre intensivsten Eindrücke von der durchquerten Landschaft auf diese Weise in zwei Worte gefasst haben. Auf der Ammerlandroute erfährt man die vielfältigen Landschaftsformen der Region ganz natürlich und hautnah.  Im Nordwesten geht es durch eine einzigartige Fehnlandschaft, die von weißen Klappbrücken und langgestreckten Kanälen geprägt ist.

Risiken - Lebensqualität

Durch die Maßnahme wird die typische Ammerländer Kulturlandschaft ausgelöscht.

Einige Häuser werden laut Planung nur 20 Meter bis 30 Meter vom Spülgelände entfernt sein. Verwehungen, Lärm, Vibrationen und viele andere Einschränkungen der Lebensqualität sind die Folge. 

Wichtige Rückzugsgebiete für unsere heimischen Tiere gehen verloren. 

Wald oder Wüste Sandabbau in Ihorst Stadt Westerstede im Ammerland

Deshalb kämpfen wir für unser Dorf!

Wir kämpfen für unser Dorf, für unsere Lebensqualität, für die Sicherheit unserer Kinder, für den Erhalt unserer Natur, für das Hollweger Moor, für die Feucht- und Auenwiesen an der "Großen Norderbäke", für unsere heimischen Tierarten, für unsere landwirtschaftlichen Flächen, für die "Ammerländische Kulturlandschaft, für den Zusammenhalt unseres Dorfes!

Deshalb kämpfen wir!

Bisherige Aktionen!

Durch den großen Zusammenhalt der Einwohner der Dörfer Ihorst und Ihausen, waren wir in der Lage, ,viele Aktionen für unsere gemeinsame Sache durchzuführen. Eine Chronologie unserer Aktionen seht Ihr unter Aktuelles.

Ihorst Stadt Westerstede Landkreis Ammerland Erwiederung Sandabbau
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